Junge Union fordert Konsequenzen

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Stralsund. Eine Woche nach dem schlechten Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in M-V stehen die Zeichen alles andere als auf Umbruch. „Dass fünf der sechs Wahlkreise in Vorpommern-Rügen direkt durch CDU-Kandidaten gewonnen werden konnten, ist sehr erfreulich – das landesweite Abschneiden der CDU und die fehlende Eigenkritik der Verantwortlichen, vor allem von Spitzenkandidat Lorenz Caffier, allerdings keinesfalls“, bemerkt der JU-Kreisvorsitzende Georg Günther.

Die CDU verlor im Vergleich zur Wahl 2011 weitere vier Prozent und erreichte nur noch Neunzehn. Dazu wurden in den vergangenen Tagen viele Analysen durchgeführt, bei denen der Fokus auf den derzeitigen Bundestrend und die Bundesregierung gelegt wurde. „Es steht außer Frage, dass die aktuelle Bundespolitik den Ausgang der Wahl beeinflusst hat. Das erklärt aber höchstens das AfD-Ergebnis und nicht, warum die SPD erneut mehr als zehn Prozentpunkte vor der CDU liegt. Das Ziel war, mit dem Spitzenkandidaten Lorenz Caffier, die Wahl zu gewinnen.
Nach dem Verlust und den Reaktionen am Wahlabend sind viele Mitglieder enttäuscht und erwarten einen Wechsel. Neben der Notwendigkeit eines Rücktrittes Lorenz Caffiers, muss auch die Landesgeschäftsstelle personell umgebaut werden“, kritisiert Günther.

Bei einer Versammlung der Jungen Union Vorpommern-Rügen am vergangenen Freitag wurde klar, dass sich die Mitglieder für ein deutliches Signal aussprechen. „Alle Anwesenden waren sich einig: Die Landespartei muss einsehen, dass ein struktureller sowie personeller Umbruch verbunden mit einem Generationenwechsel notwendig ist. Gleichermaßen sollte der Landesteil Vorpommern in den neuen Fraktionsämtern besser vertreten sein. Auch hier sind wir maßlos enttäuscht und erwarten Reaktionen aus Schwerin“, stellt Günther fest.