Schnelleres Internet im Fokus – Junge Union diskutierte zum Thema Breitbandausbau

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Bergen auf Rügen – Wie hoch ist die Anzahl der Glasfaserkabel zwischen Europa und den USA? Was macht der neue Breitbandbeauftragte des Landkreises und welche Rolle sollte die Politik beim Ausbau dieser Technologie spielen? Die Junge Union Vorpommern-Rügen hatte am Mittwochabend zum Thema „Breitbandausbau – Zukunft jetzt gestalten oder später?“ in das Breitbandzentrum der Inselstadt geladen, um sich diesen und weiteren Fragen zu widmen.
„Wir wussten im Vorfeld, dass wir mit dieser Problematik ein weites Feld und einen großen Raum für Diskussionen öffnen. Als Junge Union freut uns das Interesse der zahlreichen Teilnehmer sehr“, erläutert der Gastgeber und Kreisvorsitzende der Jungen Union Vorpommern-Rügen Georg Günther.

Der Geschäftsführer der Kabel + Satellit Bergen Kommunikationstechnik GmbH, Herr Rolf Hoffmann sowie sein Sohn Daniel Hoffmann, informierten zu dem derzeitigen Breitbandausbau auf Rügen. Mit dem Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (ZWAR) ist hier vor fünf Jahren auf Rügen ein Betreibermodell entstanden. So konnte die Insel als Modellregion auch mit Hilfe der Bundeskanzlerin bereits einige Fördermittel einwerben. Im Zuge neuer Programme seitens des Bundes und des Landes sind aktuell vom ZWAR für weitere Regionen auf der Insel neue Ausbauprojekte eingereicht worden. Der Landkreis hat zusätzlich zum Jahresbeginn die Stelle eines Breitbandbeauftragten, der neben dem Zweckverband für den Bereich des Festlandes zuständig ist, geschaffen. Herr Hubert Enders stellte dazu seine neuen Aufgabenbereich vor und machte deutlich, dass mit der Einreichung erster Anträge, vermehrt für den ländlichen Raum, weitere Herausforderungen verbunden sind.

Die Junge Union hofft, dass über diese positiv entschieden wird, so dass zeitnah in möglichst vielen Haushalten schnelles Internet mit mindestens 50 M-Bits zur Verfügung stehen kann. Die JU stellte während der Diskussion schnell fest, dass diese Stärke in wenigen Jahren wieder viel zu langsam sein wird. Deshalb fordert die christdemokratische Jugendorganisation, dass bei der Ausschreibung neuer Projekte von den örtlichen Entscheidungsträgern ein Augenmerk auf die Technologie zu legen ist, die sich als zukunftsweisend erweist und problemlos schnellere Bandbreiten liefern kann.

Die Bundesregierung und Verkehrsminister Dobrindt haben mit dem Netzausbau von 50 M-Bits die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen, jedoch sollte das Vorhaben bis zum Jahr 2018 deutschlandweit höhere Netzstärken umfassen sowie die nachhaltige Technologie in Form von Glasfaser voraussetzen.

Der JU-Kreisvorsitzende, Georg Günther, machte abschließend noch einmal auf die große Bedeutung des Breitbandausbaus aufmerksam: „Wenn wir unsere Bevölkerungszahl hier in den ländlichen Räumen halten wollen, dann müssen wir in die zukunftsfähige Technologien investieren. Es sollte zusätzlich ein Fokus auf die richtige Infrastruktur gerichtet werden, damit in Zukunft die wachsenden Datenmengen, z.B. für das Internetfernsehen, übertragen werden können“.