Junge Union begrüßt Stolperschwellen im Stralsunder Stadtbild

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Stralsund – Die Junge Union Vorpommern-Rügen befürwortet das Setzen von Stolperschwellen in Stralsund. Mit der jüngsten Aktion soll der zahlreichen Opfer von Euthanasie und Zwangssterilisation im Nationalsozialismus gedacht werden. Hunderte Frauen und Männer wurden in Stralsund unfruchtbar gemacht, mehr als tausend deportiert und ermordet.

„Es ist lange überfällig, dass auch in Stralsund angemessen der Gräuel gedacht wird, die unseren Mitbürgern durch Euthanasie und Zwangssterilisation angetan wurden. Daher begrüßen wir die Setzung der Stolperschwellen ausdrücklich“ so Georg Günther, Kreisvorsitzender der Jungen Union Vorpommern-Rügen. Neben diesem wichtigen Gedenken an die psychisch kranken und behinderten Opfer des NS-Regimes bedarf nach Ansicht der Jungen Union Vorpommern-Rügen die Shoa in Vorpommern ebenso weiterer Aufmerksamkeit. Die Shoa, der nationalsozialistische Völkermord an den Juden Europas, war eines der furchtbarsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte und machte auch vor den in Vorpommern lebenden Juden nicht halt. Jüdisches Leben ist bis zum heutigen Tage in unserem Kreis und ganz Vorpommern ausgelöscht.

Günther meint dazu weiter: „Bei diesen Stolperschwellen sowie –steinen sollten wir jetzt aber nicht aufhören. Unsere Region hat Defizite in der Aufarbeitung dieser besonderen Vergangenheit und daher fordern wir, dass zukünftig ähnliche Projekte wie Ausstellungen und Gesprächsrunden zum NS-Unrecht, aber auch zum jüdischen Leben in Vorpommern, einen angemessenen Platz in unserer Region finden.“

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