Brodkorb spielt das falsche Streichkonzert und schwächt den Kreis

Angesichts der in dieser Woche bekannt gewordenen Pläne des Landesfinanzministers Mathias Brodkorb (SPD) zur Zentralisierung der Finanzamtsstruktur in Mecklenburg-Vorpommern zeigt sich die Junge Union Vorpommern-Rügen irritiert.

Die stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union, Theresa Schöler, merkt dazu kritisch an: „Es ist kein Geheimnis, dass die Lösung der SPD für jedes Problem im Lande darin besteht, in der Fläche zu sparen und die Zentren zu stärken. Es ist aber auch kein Geheimnis, dass diese Politik bei uns im ländlichen Raum auf wenig Gegenliebe stößt. In der Struktur gab es bereits in den letzten Jahren einen größeren Rückbau von Finanzämtern in Vorpommern. So schlossen Wolgast sowie Bergen auf Rügen und das Amt in Pasewalk wurde gleichermaßen durch das Finanzministerium zur Nebenstelle degradiert.“

Herr Brodkorb sollte sich bei seinem Auftrag, die Finanzverwaltung in unserem Bundesland voranzubringen, vielmehr die Fragen stellen, wie sehr die Digitalisierung, Erreichbarkeit der Ämter und Mitarbeiterorganisation bisher vorangekommen sind. Einzelne Pilotierungen reichen dazu nicht aus. Pläne für eine digitale Verwaltung sollten gleichermaßen auf den Tisch!“, bemerkt Schöler und fragt sich weiter: „Für den Kreis Vorpommern-Rügen bedeutet das Vorhaben des SPD-Ministers einen schweren Schlag. Die Insel Rügen verlor bereits vor einigen Jahren ihren Verwaltungssitz. Was wird aus der dortigen Servicestelle und welche Zukunft haben Nebenstellen in Stralsund und Ribnitz-Damgarten?“

In Bezug auf die strukturpolitische Tragweite der SPD-Pläne bemerkt Schöler abschließend Folgendes: „Außenstellen sind Schließungen im Wartestand. Es ist nicht gottgegeben, dass Rostock sein Finanzamt behält und Ribnitz-Damgarten zu einer Außenstelle degradiert wird. Durch den einhergehenden Personalabbau wird die Kaufkraft im ländlichen Raum geschwächt.“

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