Archäologisches Landesmuseum: Junge Union hält am Standort in Vorpommern fest

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Anlässlich des jüngst von der Firma MuseoConsult veröffentlichten Gutachtens hält die Junge Union Vorpommern-Rügen an ihrer Forderung nach einer Ansiedlung des Archäologischen Landesmuseums in Vorpommern fest. Das vom Kultusministerium in Auftrag gegebene Dokument kam zum Schluss, das Landesmuseum zukünftig nach Rostock zu holen. Dabei erhielten die vorpommerschen Städte Stralsund und Greifswald den dritten und vierten Platz.

„Die Einschätzung des Gutachtens und die Anforderungen an den jeweiligen Standorten sind völlig unverständlich“, kritisiert JU-Kreisvorsitzender Georg Günther und argumentiert weiter: „Laut dem Papier landet zum Beispiel die ehemalige fürstliche Residenzstadt Putbus auf dem fünften Platz. Die Gründe für dieses Urteil sind zum einen der entlegene Standort und die schlechte Infrastruktur. Putbus hat mit einer zentralen Lage auf der Insel Rügen, die als touristischer Schwerpunkt unseres Bundeslandes gilt, viel zu bieten. Auch der historische Stadtkern und die hohe Frequenz an jährlichen Touristen sollten für den Standort berücksichtigt werden.“

Die Junge Union stellte bereits im März fest, dass bei der Suche nach einem Sitz des Archäologischen Landesmuseums Vorpommern und insbesondere die ehemalige Residenzstadt Putbus Berücksichtigung finden sollten:

„Allein die Insel Rügen nimmt innerhalb von Mecklenburg-Vorpommern eine herausgehobene Stellung in der Frühgeschichte des Landes und des südlichen Ostseeraumes ein. Das Archäologische Landesmuseum würde in Vorpommern einerseits über die Ausstellungen hinaus historische Zeugnisse in der umgebenden Landschaft erschließen und andererseits vom hohen Besucheraufkommen in der Region profitieren können. Da zudem entschieden ist, dass der Lehrstuhl für Archäologie an der Universität Rostock angesiedelt wird, und dessen Inhaber auch dem Landesmuseum vorstehen soll, kann es nur im Interesse der Wissenschaft sein, diese Institution in beiden Landesteilen zu verankern“, ergänzt Günther weiter.

„Wir sehen als Junge Union die Landesregierung, insbesondere den zuständigen SPD-Kultusminister Mathias Brodkorb, in der Pflicht, das zukünftige Archäologische Landesmuseum in der Region Vorpommern anzusiedeln. Zudem sollte der Minister einer Errichtung des Museums in seinem Wahlkreis widersprechen. Angesichts des aktuellen Landtagswahlkampfes kommt das Gutachten aus seinem Haus zum richtigen Zeitpunkt“, bemerkt der Kreisvorsitzende abschließend.