Flaggenschändung Zeichen von großem Undank und unzureichender Bildung

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Stralsund – Die Junge Union Vorpommern – Rügen zeigt sich entsetzt und bekümmert über die Zerstörung der Bundesflagge auf dem Platz des 17. Juni. Die Tat ereignete sich am Tag nach der diesjährigen Gedenkveranstaltung. Die Flagge war als Andenken an den kürzlich verstorbenen Altkanzler Kohl auf Halbmast gesetzt. Betroffen vom Vandalismus waren außerdem Kränze, die von diversen Verbänden sowie der Jungen Union im Gedenken an die Verfolgten des Volksaufstandes von 1953 dort niedergelegt worden waren.

Kreisvorsitzender Georg Günther dazu: „Die Verantwortlichen für derart verachtenswerten Vandalismus enttarnen mit dieser Tat nur ihren eigenen Undank und ihre fehlende Bildung. Wir könnten die entschiedene Verfolgung dieses Vorfalls oder die Verschärfung der Rechtsnormen fordern. Wir halten es aber für angebrachter daran zu erinnern, dass die Täter in der DDR nichts mehr zu lachen gehabt hätten. Vom Rausschmiss aus der Oberschule bis zur jahrelangen Haft wäre, je nach aktuellen Lage der Paranoia der SED-Diktatur für eine Zerstörung der Flagge der DDR, noch dazu auf Halbmast für einen verstorbenen Regierungschef alles drin gewesen. Die gestern zerstörte Flagge der Bundesrepublik steht wiederum für den Erfolg der friedlichen Revolution und das Ende dieser Diktatur, der Platz des 17. Juni für die dafür gebrachten Opfer und Bundeskanzler Helmut Kohl schließlich für den politischen Architekten des Übergangs vom Willkürregime der SED in den gesamtdeutschen Rechtsstaat. Daher fordern wir heute nur zwei Dinge und von den Tätern: Schämen Sie sich, und bilden Sie sich!“

 

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